D1: 12 Spielerinnen, 3,5 Trainer, 1 Punkt

Die Stimmung am Samstag in München war einfach hervorragend.
Die Damen 1 waren heiß auf das Spiel und Coach Fabian Brenner, der sein Trainerdebüt in dieser Saison gab, war genauso fokussiert und motiviert ein paar Punkte zu holen.
Dabei wurde das Team tatkräftig und mit lauter Stimme von Jacky Hall unterstützt, die die Rolle der Co-Trainerin, die eigentlich mehr oder weniger leise im Hintergrund agiert, nicht ganz gerecht werden wollte. So hörte und sah man sie immer wieder auch mal am Spielfeldrand stehen, wenn es dann mal emotional und heiß herging. Doch es gab noch eine wichtige Stütze auf der Trainerbank am Wochenende - Sonja Meinhardt samt kleinstem Sprößling in der Trage agierte als Scout. Ihre Argusaugen sahen noch so jede kleinste Lücke auf der gegnerischen Seite und so folgten durch Sie vor allem in den Auszeiten die wichtige Hinweise wo genau man jetzt den Ball schlagen oder legen sollte. Stichwort des Abends war: ,,Nicht zaubern". Einfach und klare Situationen schaffen und dadurch das Spiel für uns entscheiden.

Im ersten Satz konnten die Damen diese Aufgabe auch mit Bravour umsetzen. Die Annahme kam wie geschmiert, der Pass wurde klug und sinnvoll verteilt und die Angreifer zeigten ihre volle Härte und aber auch ihr Köpfchen, wenn es sein musste. Die Münchnerinnen hatten zudem noch etwas Probleme im Aufschlag und so spielten die Augsburgerinnen mit einer Leichtigkeit auf und holten sich so Punkt für Punkt den Satzgewinn mit 25:20.

Im zeiten Satz konnten die PinkCrew sich langsam steigern und auch die Aufschläge kamen mit mehr Druck, dafür brach die Konzentration bei der Damen 1 immer wieder ein. Es war ein knappes Kopf an Kopf rennen, Punkt für Punkt ging es hin und her, doch zum Satzende konnten die Münchnerinnen sich druckvoller und besser durcschlagen und so verloren die Augsburgerinnen den zweiten Satz 21:25.

Der dritte Satz ist im Folgenden kurz und knapp zusammengefasst. Die Konzentration fehlte, die Münchnerinnen bauten solide Druck im Aufschlag sowie im Angriff auf und die Damen konnten dem wenig entgegensetzen. Dieser Satz wurde leider recht schnell und kampflos erneut an die PinkCrew abgegeben. 25:13 für München ging dieser kopfloser Satz aus.

Doch wo eine Wille da auch ein Weg. Vierter Satz, es hieß alles zurück auf Start. Man hatte nichts mehr zu verlieren, entweder jetzt oder gar nicht. Sekt oder Selters.
Die Damen aus Augsburg entschieden sich in diesem Satz für das alles. Man spielte wieder locker auf hatte so langsam die Basics wieder im Griff, der Druck im Angriff war wohldosiert, die Lobs waren gut platziert, man hatte den Flow wieder gefunden, doch auf ein Mal drehte sich das Blatt. Was so richtig passiert ist, können die Spielerinnen vermutlich selber nicht sagen, auf ein Mal ging die Annahme wieder weg und auch die Angriffe verloren ihren Druck. Die Münchenerinnen kämpften sich Stück Stück wieder ran und auf einmal ganz knapp vor Satzende führten die Münchnerinnen mit 24:22. Jetzt hieß es nochmal Mut, Konzentration und Wille beweisen. Und genau das wurde durch eine erfolgreiche Aufschlagserie von Franziska Slomka präsentiert. Diese wurde eingewechselt und stand an der Aufschlaglinie wie der Fels in der Brandung. Letzendlich gewannen die Damen aus Augsburg diesen Satz mit 27:25.

Da war er: der sichere Punkt den man schon Mal aus München heim gebrachte hatte. Jetzt ging es darum ob es doch noch zwei werden konnten.

Der fünfte Satz ging leider überhaupt nicht gut los. Die PinkCrew legte eine brachiale Aufschlagserie hin, die so viel Druck hatte, das die Augsburgerinnen damit erst mal nichts anzufangen wussten. Punkt für Punkt ging aufs Münchner Konto und ratzfatz kam es auch schon zum Seitenwechsel, dabei stand es 8:4 für die Münchnerinnen. Leider konnte das Blatt auch nicht mehr gewendet werden. Die Münchnerinnen hatten uns fest im Griff und so ging der fünfte Satz schlussendlich mit 15:9 an die VC DJK München-Ost-Herrsching.

Ein Fünfsatz Spiel mit zwischenzeitlichen spannenden Episoden und leider auch kopflosen Momenten auf Seiten der Augsburgerinnen. Das Ergbnis zeigt, die Damen aus Augsburg könnten definitiv mehr holen, wenn die Konzentration und die Konstanz besser gehalten werden könnte. Nichts desto Trotz hatten an diesem Abend alle Beteiligten auf und neben dem Spielfeld unglaublich viel Spaß. Es gibt auf jeden Fall Potenzial nach oben und dieses wird versucht die kommende Woche im Training voll auszusschöpfen damit man am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den TSV Sonthofen mehr als nur einen Punkt holt.