D2: Knapp vorbei ist auch daneben

Nach einigen Wochen Pause starteten wir vergangenen Samstag in den zweiten Teil der Saison. Wir begannen das Jahr 2020 wie wir 2019 beendeten: In Schwabmünchen. Hatten wir vor Weihnachten noch die Nase vorn, mussten wir uns diesmal denkbar knapp den stark spielenden Gastgeberinnen geschlagen geben. Aber von vorn. Nach einem fünf-Satz Krimi zwischen Marktoffingen und Schwabmünchen mit uns als Schiedsgericht stiegen wir um 17:20 Uhr ins Geschehen ein. Wir starteten souverän und konnten uns schnell eine 6:3 Führung erspielen. Dann gelangen wir zunehmend ins Schwimmen und gaben die Führung sehr schnell wieder ab. Am Ende mussten wir uns mit 20:25 geschlagen geben. Nichts verloren, dachten wir uns und blieben in Durchgang zwei optimistisch. Mit einem baldigen Rückstand von 4:13 sollte dieser jedoch bröckeln. Es gelang nichts. Unsere Annahme blieb oft hinter dem Dreimeterraum oder war sogar direkt ein Fehler, die Abwehr oft einen Tick zu spät und im Angriff gelang es uns einfach nicht die starke Abwehr zu überwinden. Es fehlte uns schlicht ein Konzept auf dem Feld. Auch die Ansagen unseres Trainers Fabian konnten wir nicht umsetzen. Es schien chancenlos... Bis Andi erneut ihre starken Aufschläge auspackte und uns auf 8:13 heran brachte. Als im Anschluss auch Julia Schuster noch eine Serie platzieren konnten, stand es plötzlich 13:14. Wir waren zurück im Spiel. Diese Aufholjagd brachte nun sichtlich Schwabmünchen aus dem Konzept und durch eine dann doch recht stabile Leistung konnten wir mit 25:23 ausgleichen. Im dritten Satz sah es ganz danach aus, als hätten wir die Gastgeber nachhaltig demotiviert und wir konnten endlich eine gute Leistung zeigen und gingen mit 25:15 verdient mit 2:1 Sätzen in Führung. Die drei Punkte schienen zum Greifen nah. Im vierten Satz schlichen sich jedoch erneut zahlreiche Fehler ein. Schwabmünchen warf alles in die Waagschale und beeindruckte insbesondere durch sehr starke und risikoreiche Aufschläge. Wir selbst verloren unsere Stärke in diesem Element und hatten nach zwei Matchbällen dann doch mit 26:28 das Nachsehen. Naja, immerhin waren noch zwei Punkte möglich. Der fünfte Satz war ein Querschnitt durch das ganze Spiel. Annahme schwankend, Abwehr oft zu langsam, Aufschläge mal top, mal Mist,... und am Ende wieder ultra knapp mit 16:18 die Niederlage für uns. Leider holten wir so nur einen Punkt gegen Schwabmünchen.
Im für uns zweiten Spiel des Tages trafen wir auf das Schlusslicht aus Marktoffingen. Sah man die jungen Mädels gegen Schwabmünchen kämpfen, fragte man sich zurecht, warum sie denn auf dem letzten Platz stehen. Und auch gegen uns konnten sie im ersten Satz sehr vieles richtig machen. Auch wenn wir ihnen mit zu wenig eigenem Druck etwas halfen. Mit 17:25 gingen wir auch hier deutlich in einen Satzrückstand. Wir litten noch unter den Ereignissen des zwei Stunden Krimis zuvor. In den drei folgenden Sätzen rissen wir uns jedoch nochmal am Riemen, um vielleicht doch am Ende im Aufstiegskampf noch ein Wörtchen mitreden zu können und konnten mit 25:13, 25:18 und 25:17 drei deutliche Sätze und drei verdiente Punkte einbuchen.
Ein doch noch akzeptables Ende unseres nicht unbedingt glorreichstem Volleyballtag. Nichts desto trotz gingen wir natürlich zusammen auf eine Pizza und waren auch in der Stadt noch zu sehen... Kleine Mathekünste zeigten uns schnell, dass es nun natürlich immer noch spannender wird, aber noch ist alles drin und wir werden alles dafür geben. Schließlich wird am Ende abgerechnet.

Nun erwarten uns drei Wochen Pause, bevor wir dann im März drei Wochen am Stück spielen und am Ende dann auch das Resultat direkt in Langweid sehen können. Wir bleiben am Ball und arbeiten weiter an unseren Schwächen.