D2: Was für ein vierter Satz!

Damen 2 gewinnt 3:1 in Schwabmünchen

Eine Seltenheit bot sich am heutigen Samstag der Damen 2: Einzelspieltag!
Nachdem sich die Teams aus Türkheim, Schwabmünchen und Augsburg nicht auf einen gemeinsamen Termin einigen konnten, wurde der Dreierspieltag zu drei Einzelspieltagen. Heute gastierten die Augsburger in Schwabmünchen. Das Schiedsgericht wurde dabei vom Heimteam gestellt.
Leicht dezimiert machte sich das Team um Trainer Fabian Brenner auf den Weg. Krankheitsbedingt fehlten Michi Jäckle, Klara Reß und Lisa Leitner. Wegen ihrem Knie länger ausfallen wird Dani Hafner und Marie Damm spielte bei der Damen 5. von 14 Spielern waren somit nur neun von der Partie. Aber diese natürlich hochmotiviert.
Nach zwei klaren 3:0 Siegen vergangenen Samstag, starteten die Damen überraschend nervös und unsicher in das Spiel. Zahlreiche Eigenfehler und die fehlende Spannung in vielen Elementen erschwerten das Augsburger Spiel. Erst Mitte des Satzes konnte dank guter Aufschläge eine kleine Führung erspielt werden. Diese minimierte sich jedoch schnell wieder. Besonders eine stark spielende Mittelblockerin der Gastgeber wusste die schlechte Blockarbeit zu nutzen und punktete nach Belieben. Mit Mühe brachten die DJKlerinnen zwei Punkte Vorsprung über die Zielgerade und gingen somit 1:0 in Führung. Im zweiten Satz sollte alles besser und stabiler werden. Das ein um das andere Mal konnte die besagte Mittelblockerin durch den Block oder die kämpfende Abwehr entschärft werden. Gepaart mit einer gesteigerten Annahme- wie Aufschlagleistung ging auch dieser Durchgang an die Augsburger (25:18). Die Körperspannung und die Sicherheit war wieder da!
Zuversichtlich ging man in leicht veränderten Aufstellung in den dritten Satz. Was dann geschah ist schwer zu erklären und irgendwie typisch Damenvolleyball: die Annahme hatte einen völligen Aussetzer und der Angriff patzte bei spielbaren Bällen. Die Folge: 2:10 Rückstand. Der Satz schien hoffnungslos verloren. Dennoch kämpften die Mädels Punkt für Punkt und fanden immer mehr zurück zu alter Stärke. Mit 16:15 konnte die erste Führung des Satzes gefeiert werden. Leider war sie nicht von langer Dauer. Abstimmungsschwierigkeiten in Annahme und Abwehr brachten Schwabmünchen zurück ins Spiel und mit 25:21 zum Satzgewinn. Wie wachgerüttelt startete die DJK in den vierten Satz. Unbedingt sollten alle drei Punkte mit nach Augsburg reisen. Nach einer schnellen und souveränen 5:2 Führung schien dies auch zu gelingen. Bei 6:6 sah es dann schon wieder anders aus und als schließlich Schwabmünchen mit 11:9 in Führung ging, lagen die Augsburger Nerven blank. Auch zwei Auszeiten von Trainer Fabian Brenner halfen nichts. Die Annahme blieb oft weit weg vom Netz, der Angriff in der Folge zu offensichtlich und zu harmlos. Beim Spielstand von 14:20 glaube wohl kaum noch einer in der Halle an drei Punkte für die DJK. Selbst das Team auf dem Feld schien sich schon dem Punktverlust hingegeben zu haben. Nicht jedoch Sandra Thomalla und Andi Pfister. Zunächst konnte Sandra einige spektakuläre Angriffe im gegnerischen Feld platzieren. So holten die Damen Punkt für Punkt zum 19:22 auf. Dann kam Andi zum Aufschlag und zeigte eine Glanzleistung. Nahezu im Alleingang drehte sie den Satz zur 24:22 Führung. Leider blieb ausgerechnet der Matchball am Netz hängen. Ein Punkt war zum Sieg noch nötig. Nur dieser sollte nicht fallen. Schwabmünchen setzte erneut überzeugend die benannte Mitte ein und glich zum 24:24 aus. Es folgte ein nervenaufreibender Schlagabtausch beider Teams mit ständigem Führungswechsel. Beide wollten diesen Satz unbedingt für sich entscheiden. Zuschauer verließen die Halle, weil sie es vor Spannung nicht aushielten. Erst beim 30. Punkt konnte Julia Schuster mit einem Lob (Seltenheitswert!) die Augsburger erlösen. Mit 30:28 entschied die DJK den vierten, verloren geglaubten Satz für sich und bleibt auch im fünften Spiel in Folge ohne Punktverlust.

Das hätte ich nie für möglich gehalten und ich glaube, die wenigsten haben noch dran geglaubt, dass wir diesen Satz gewinnen. Es war heut einfach nicht unsere beste Leistung und wir haben zu viele Eigenfehler gemacht. Aber stark, dass wir da noch drei Punkte geholt haben!


resümiert Trainer Fabian Brenner erleichtert.
Mit einem aussichtsreichen dritten Tabellenplatz verabschiedet sich die DJK nun in die verdiente Weihnachtspause.

Wir danken allen mitgereisten Fans sowie Babysittern und wünschen allen Volleyballfreunden mit ihren Familien tolle Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!